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Der Sieg des Individuums über die Gemeinschaft!
Ein weißer Neger, er war als Albino geboren; Durch
irgendeine genetische Veranlagung blieb die Entwicklung von Farbpigmenten bei
ihm aus. Bei der Geburt sind auch die afrikanischen Babys weiß. Aber bald
stellte sich heraus, dass er weiß bleiben sollte! Er wurde nicht sehr alt,
weil man ihn schon als Kind tötete, denn er war anders.
Das ist nur ein Beispiel von vielen, dass anders sein,
sich selbst sein, schon immer schwierig war.
Nur Narren und geistig Verwirrte wurden ein bisschen
besser behandelt. In manchen Kulturen wurde nämlich angenommen, dass sie
Glück brächten. Sie erschraken nicht vor dem gleichen Aberglauben, fürchteten
sich nicht vor den gleichen Dingen.
Aber warum ist anders sein eine Sünde, die bestraft
werden muss?
Sie stört die Gemeinschaft, die Ordnung. In einer
brenzligen Situation müssen alle zusammen arbeiten, einander helfen, alle wie
ein Mann aufstehen und handeln, sonst geht die Gruppe zugrunde. Das sagte
ihnen der Überlebensinstinkt. Falls du nicht nur anders, sondern auf
irgendeine Weise besser bist, als die anderen, kannst du dich durchsetzen. Es
dauerte sehr lange, bis der Mensch erkannte, dass etwas Anderes auch etwas
Neues bringt und wenn die Gemeinschaft klug genug ist, davon zu profitieren.
Aber dazu fehlte noch etwas: nämlich das Bewusstsein,
allein auch jemand zu sein. Bei den Athenern gab es die ersten Anzeichen
dafür, die Römer waren wieder zu gemeinschaftlich, das dunkle Mittelalter zu
primitiv; Erst die Renaissance erweckte den alten griechischen Gedanken
wieder zum Leben. Man stellte den Menschen und Einzelnen wieder in den
Mittelpunkt. Herausragen war keine Schande mehr, es wurde teilweise sogar
bewundert. Die durchschnittliche Lebenserwartung stieg ständig, der
Lebensstandard tat es ihm nach. Es gab Zeit und Kapazität, sich mit sich
selbst zu beschäftigen, ein Selbstbewusstsein aufzubauen, eine eigene
Persönlichkeit zu entwickeln.
Langsam wurde selbständiges Denken immer wichtiger. Es
gab und wird immer einmal wieder Rückschläge geben, der Mensch wollte und
will noch nicht denken, selbst Verantwortung für sich und seine Umwelt
übernehmen.
Aber jetzt werden wir im Durchschnitt bald 100 Jahre alt.
Wollen wir denn niemals erwachsen werden? Und wollen wir den nie zu der
Erkenntnis kommen, dass Vielfältigkeit besser ist, als Uniformismus? Man muss
nur fähig und willig sein, diese Vielfältigkeit in das ganze einzubauen.
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Else
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Else
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Else
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Else
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Else
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Mittwoch, 17. Dezember 2014
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